Diagnose Lipödem - was nun?

Lipödeme werden im Volksmund oft fälschlicherweise als Reiterhosensyndrom oder Säulenbein beschrieben. Doch hiner dem Begriff „Lipödem“ verbirgt sich weit mehr als nur ein ästhetisches Problem. Auf den ersten Blick sehen die betroffenen Frauen, Männer sind so gut wie nie betroffen, an einigen Körperstellen einfach dick aus. Doch auf den zweiten Blick sieht man, dass auch ansonsten normalgewichtige, schlanke Körper an den betroffenen Körperstellen wie Oberschenkel, Gesäss oder Arme massiv ausgeprägt sind.

Die Ursache ist eine fortschreitende Fettverteilungsstörung, die zu dem körperlichen wie auch psychisch belastenden Lipödem führen kann und in alle Lebensbereichen Auswirkungen hat. Lipödem ist eine Krankheit, die nicht aufgrund mangelnder Disziplin, fehlender Bewegung oder falscher Ernährung zustande kommt. Bei einem Lipödem „entgleisen“ die Fettzellen, sie vergrössern sich. Zu massiven Beschwerden kommt es, weil sich zwischen den vermehrten und vergrösserten Fettzellen Flüssigkeit ansammelt und so zu starken Druck- und Spannungsschmerzen führen kann. Die Ursache ist noch nicht vollständig geklärt. Man vermutet genetische und hormonell bedingte Auslöser, oder eine Störung des Stoffwechsels aufgrund einer Funktionsstörung der Mitochondrien.

Die Mitochondrien sind die „Energiekraftwerke“ im Inneren der Zellen. Das Lipödem tritt oft nach der Pupertät, nach einer Schwangerschaft oder im Klimakterium auf.

Therapieformen gibt es verschiedene. Regelmässige Lymphdrainage, Kompressionsbandagen und das tragen von Kompressionsstrümpfen. Ich selbst mache zudem sehr gute Erfahrung mit kalter Thermogenese. Ich nehme regelmässig Eisbäder und gehe in eine Kältekammer. Wichtig ist zudem regelmässige Bewegung. Je nach Stadium des Lipödems eignen sich gelenkschonende Aktivitäten wie Schwimmen, Aquafit oder Radfahren besonders gut. Eine weitere (operative) Behandlungsmethode ist die Liposuktion, das Fettabsaugen.

Bis heute gibt es noch keine belegte Studie die aufzeigt, welche Ernährung bei Lipödemen die einzig richtige ist. Es ist jedoch sehr wichtig, die Ernährungsgewohnheiten genau anzuschauen und anzupassen, denn der Verlauf der Erkrankung kann positiv beeinflusst werden.

Weiterführende Informationen finden Sie bei der Lipödem-Vereinigung Schweiz:

www.lipoedem-schweiz.ch

Manuelle Therapien: 

www.sonnenwirbel.ch

Gerne berate ich Sie, falls Sie mehr dazu erfahren möchten. 

Daniel Arnold